Werter Maximin,
im Zusammenhang Ihrem Leistungs- und Gegenleistungsthread war mir in den Medien die Affäre um „ Innocence in Danger“
(Stephanie zu Guttenbergs) aufgefallen.
Die Frankfurter Rundschau hatte in ihrer Wochenendausgabe vom 27./28. November 2010 Kritik geäußert. Sie bezeichnete das Engagement abschließend als "
Schreckensvision, ein Brimborium zum Schaden echter Opfer - finanziert mit Spenden"
(Im Spendensumpf) .
In einem Co-Artikel wurde informiert, dass seriöse Vereine ihre Finanzen offen legen
(fr-online] und u. a. auf das Spendensiegel (DZI) verwiesen. Eine umfassende Offenlegung ist mir weder vom NaKi-Apostelverein und dessen Töchtern (VFB…) noch von meiner Gebietskirche incl. deren zahlreichen AG’s / GmbH’s bekannt gemacht worden.
Auf Bibel-Online bin ich unter dem Suchwort „Leistung“ („Gegenleistung“) – in der thread-Überschrift enthalten -, nicht fündig geworden. Allerdings ist das „Geben und Nehmen“ sehr wohl umfangreich erörtert. Sowohl die Werbeagentur der ÖA-Apostel und Frauen, als auch die Dienstleister in den Glaubenkommerzfilialen haben im Advent 2010 das Thema Schenken entdeckt
(Apostelwerbeplakat für Dezember 2010: Gott beschenkt mich) ,
(„Nicht so bereitwillig geopfert“) .
Einen Einblick in den liturgisch
(noch würdigerern Geschenkhandel am Apostelaltar) gewährte der Bericht über den KiGo 10-14 in Gerthe. Vor dem Gottesdienst hatten die Kindergottesdienstkinder aufzuschreiben gehabt, was sie zu Weihnachten verschenken und was sie Gott schenken möchten, der ja – lt. Apostelwerbeplakat – schenkt.
Im Advent 2010 geht es den Gebietskirchenpräsidenten also um „Schenken“ und „Gegenschenken“ und um das „Opfer“ und „Gegenopfer“. Apostel im Handel der Zeit gehen in ihrer schlüssig un(theo)logischen Art mitunter mit ihren Botschaften von biblischen Freiräumen ganz schön weit.
„
Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller Götter und HERR über alle Herren, ein großer Gott, mächtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt“
(5. Mose 10,17) . Und überlieferte Jesulehre sagt: „Barmherzigkeit will ich, keine Opfer“. Auch in
(Galater 3,18) heißt es: „
Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat's Abraham durch Verheißung frei geschenkt“.
Beim Blick auf den, in meinem Umfeld praktizierten Neoapostolizismus beschleicht mich immer wieder der Eindruck, als hätten die Brüder und Geschwister ihres Senders und Apostels ein hocheffizientes Hochleistungswerk zu verwirklichen, wo Leistungskennzahlen – wie bei Managern in der Welt - über die Zukunft entscheiden. Und ich habe den Eindruck, dass der von oben ausgeübte Druck zur neuapostolischen Effizienz in letzter Zeit immer größer wird (Leistungs- Segenskopplung).
Da hat mir der Zeitungsartikel über das Spendensiegel (Seriosität) seht gut gefallen.
Mit einem lieben Gruß – Sabbat shalom