04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Schaut bitte im von mir eingestellten link zur "Regenbogen-NAK" nach. Dort wird bereits 2009 über Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare berichtet, Fotos inklusive. Das Thema ist also schon 'alt'.
Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Solche oder ähnliche Fragen hat ein gewisser Cemper in diesem oder anderen einschlägigen Foren, in der Nachbarschaft, auch schon gestellt. Sie blieben aber normalerweise bisher unbeantwortet. Zumindest hat sich keiner der hier schreibenden Foristi gemüht oder getraut, derartige Fragen zu beantworten.GG001 hat geschrieben:Fragen und (keine) Antworten
Dear New Apostolic Church Apostle... (Nacboard)
Es wäre auch ein Wunder gehobenen Ausmaßes, sollte auch nur eine dieser Fragen und auch nur ansatzweise von der KL, vom Apostolat oder von Mitgliedern der NAK beantwortet werden.
(Kompetent müssten eigentlich alle sein.)
Liebe Grüße in die Runde.
P.
Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Stimmt. Solche und ähnliche Fragen hat sich wahrscheinlich aber jeder gestellt, der intensiv über seinen neuapostolischen Glauben nachgedacht hat. Was am Ende des Denkprozesses in vielen Fällen wegen erlebter eigener und fremder Antwortlosigkeit zum Verlassen der NAK geführt hat.
Mit "Fragen stellen" fängt's halt immer an...
Interessanter finde ich die Tatsache, dass die gestellten Fragen stillschweigend gelöscht wurden. Das offenbart tiefsitzende, sprachlose Angst. Selbst an der Größe, das Nichtvorhandensein von Antworten zuzugeben und den Mangel auszuhalten, fehlt es.
Schade. Was für ein fruchtbarer Dialog könnte sich ergeben. Könnte.
Mit "Fragen stellen" fängt's halt immer an...

Interessanter finde ich die Tatsache, dass die gestellten Fragen stillschweigend gelöscht wurden. Das offenbart tiefsitzende, sprachlose Angst. Selbst an der Größe, das Nichtvorhandensein von Antworten zuzugeben und den Mangel auszuhalten, fehlt es.
Schade. Was für ein fruchtbarer Dialog könnte sich ergeben. Könnte.
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Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Wenn man in die Geschichte der NAK zurueckgeht, dann stellt man fest, dass es einige Persoenlichkeiten gab, die besonders praegend fuer diese Religionsgemeinschaft waren. Nicht vergessen darf man, dass sich deren Vorstellungen im Lauf der Zeit schliesslich zur Doktrin dieser religioesen Gemeinschaft verfestigt haben.tergram hat geschrieben:Stimmt. Solche und ähnliche Fragen hat sich wahrscheinlich aber jeder gestellt, der intensiv über seinen neuapostolischen Glauben nachgedacht hat. Was am Ende des Denkprozesses in vielen Fällen wegen erlebter eigener und fremder Antwortlosigkeit zum Verlassen der NAK geführt hat.
Wenn man das Zustandekommen der Lehre in dieser formativen Zeit der NAK bedenkt, dann wird die heutige Sprachlosigkeit vielleicht verstaendlich. Wie sollen denn die jetzigen Verantwortlichen die damaligen Vorstellungen eines Bahnmeisters, eines Bauernsohns oder eines Schuhmachers und Tabakladenbesitzers auf Nachfrage theologisch schluessig erklaeren? Den oben erwaehnten Faktor "Angst vor Fragen" kann man eventuell so besser verstehen.
Das Schreiben eines Katechismus in moderner Zeit war unter diesen Voraussetzungen wohl nicht ganz einfach. Ob er Fragen beantwortet oder womoeglich neue aufwirft, wird sich zeigen. Ob mit oder ohne Katechismus, an allzu viele Fragende mag ich aber nicht glauben.
Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Was diese Menschen sich - sicher in guter Absicht - zusammengereimt haben ist schon abenteuerlich und nicht vernünftig erklärbar. Die heutige KL könnte nur die Flucht nach vorn antreten, mit der Vergangenheit brechen, reinen Tisch machen und einen Nuanfang versuchen. Das darin steckende Risiko wäre existenziell und unüberschaubar. Und es stellte sich drängend die Frage, was dann noch das Alleinstellungsmerkmal der NAK im Markt der religiösen Möglichkeiten wäre. Die "Kernkompetenz" der NAK besteht doch eben in dieser (theologisch unhaltbaren aber energisch verteidigten) Exklusivität. Also wurschtelt man sich durch, korrigiert hier und entschäft da - bleibt am Ende aber das, was man war: Eine unbedeutende Laienkirche ohne theologisches Fundament, aber mit viel Engagement, besonders bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Seelenwellness statt Theologie.GG001 hat geschrieben:Wie sollen denn die jetzigen Verantwortlichen die damaligen Vorstellungen eines Bahnmeisters, eines Bauernsohns oder eines Schuhmachers und Tabakladenbesitzers auf Nachfrage theologisch schluessig erklaeren?
So ist es. Der Katechismus ist in erster Linie für die Außenwelt gemacht worden. Es wird das "am meisten nicht gelesene Buch" in neuapostolischen Haushalten werden. Notfalls kann man es ja weiterverschenken...GG001 hat geschrieben:Ob mit oder ohne Katechismus, an allzu viele Fragende mag ich aber nicht glauben.
Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Da war doch 'mal 'was ...
==> Nicht logisch, aber schluessig!
Ich will nun im Folgenden zusammenhängend meine Sicht erläutern.
Eine gewisse Parallelität besteht zu Matthäus 18,18 ..
Man kann zwar manches Mal, wenn von den Jüngern die Rede ist, anhand von Parallelstellen folgern, ...
Meines Erachtens wird also die Auffassung, (..) hier nicht gestützt. Somit wird die Auffassung unserer Kirche unterstrichen.
Man kann also daraus folgern, dass die Sündenvergebung nur aus der Kraft des Heiligen Geistes heraus möglich ist. Die Kraft des Heiligen Geistes ist aber gewiss besonders im Apostelamt konzentriert.
Das "Konzentrat" schlaegt sich in Lebers Zusammenfassung nieder: "Nun stellt sich natürlich die Frage, was ist mit all den Menschen um uns, die nie die Freisprache durch einen Apostel oder einen von ihm Bevollmächtigten erlebt haben? Ich muss darauf sagen: Ich weiß es nicht."
Es geht im auch heute noch bekannten Dualismus weiter: "Nach unserem Glauben können auch in den Jenseitsbereichen noch die Sünden vergeben werden. (..) (Positiv klingende Aussage)
Kann man daraus vielleicht den Schluss ziehen, dass auch heute der Herr über die Sünden ernsthafter Christen hinwegsieht, so sie in aufrichtiger Reue stehen und bemüht sind, nach seinem Willen zu handeln? Ich kann darauf keine abschließende Antwort geben." (Keine bestaetigende Aussage)
Diese Erkenntnisse geben den Stand von 2007 wieder. Es faellt auf, dass sich die Erklaerungen fast nur auf persoenliche Ansichten, Meinungen und Ueberzeugungen stuetzen, deren weitere Begruendung vage bleibt.
Es bleibt zu pruefen, ob vielleicht die Schreiber des Katechismus 2012 darauf und auf weitere Fragen eine abschliessende logische und schluessige Antwort, kurz: eine theologisch ueberzeugende Antwort gefunden haben. Die Ausgangslage war "aus meiner Sicht" "gewiss besonders" kompliziert.
Wie viele Theologen haben eigentlich ueber den Wortlaut des Katechismus entschieden?
==> Nicht logisch, aber schluessig!
Wie solche "nicht logischen, aber schluessigen" (gk) Folgerungen aussehen koennen, hat Christ im Dialog in einem Bericht "Stammapostel Wilhelm Leber nimmt Stellung zur Frage nach der Sündenvergebung in Bezug auf das Apostelamt" erkennen lassen. Nach CiD, die aus einem Rundbrief Brinkmanns zitiert, hoerten sich Lebers Erklaerungen bei einer Apostelversammlung in Toronto zum Beispiel wie folgt an.gk Artikel 1038 hat geschrieben:Zunächst stellte Iloff seinen Vortrag unter das Motto „Aus dem Glauben für den Glauben“, denn wie Stammapostel Leber immer wieder betont, ist unser Wissen zu diesem Thema begrenzt. Dabei strebte er an, das Thema in seiner Komplexität so aufzubereiten, dass es „schlüssige Folgerungen“ zulasse, wenngleich es nicht um „Logik“ gehen kann. Iloff möchte eine Übereinstimmung unserer Lehre mit der Heiligen Schrift erreichen. Lässt man mal die spitzfindige Frage beiseite, wo jetzt genau der Unterschied liegt zwischen „logisch“ und „schlüssig“, so gibt er damit offen zu, was Kritiker schon lange bemängeln, dass sich die neuapostolische Glaubenslehre wohl hier und da von der Schrift entfernt haben.
Aus: Glaubenskultur 2008-12-19 Hervorhebung von mir.
Ich will nun im Folgenden zusammenhängend meine Sicht erläutern.
Eine gewisse Parallelität besteht zu Matthäus 18,18 ..
Man kann zwar manches Mal, wenn von den Jüngern die Rede ist, anhand von Parallelstellen folgern, ...
Meines Erachtens wird also die Auffassung, (..) hier nicht gestützt. Somit wird die Auffassung unserer Kirche unterstrichen.
Man kann also daraus folgern, dass die Sündenvergebung nur aus der Kraft des Heiligen Geistes heraus möglich ist. Die Kraft des Heiligen Geistes ist aber gewiss besonders im Apostelamt konzentriert.
Das "Konzentrat" schlaegt sich in Lebers Zusammenfassung nieder: "Nun stellt sich natürlich die Frage, was ist mit all den Menschen um uns, die nie die Freisprache durch einen Apostel oder einen von ihm Bevollmächtigten erlebt haben? Ich muss darauf sagen: Ich weiß es nicht."
Es geht im auch heute noch bekannten Dualismus weiter: "Nach unserem Glauben können auch in den Jenseitsbereichen noch die Sünden vergeben werden. (..) (Positiv klingende Aussage)
Kann man daraus vielleicht den Schluss ziehen, dass auch heute der Herr über die Sünden ernsthafter Christen hinwegsieht, so sie in aufrichtiger Reue stehen und bemüht sind, nach seinem Willen zu handeln? Ich kann darauf keine abschließende Antwort geben." (Keine bestaetigende Aussage)
Diese Erkenntnisse geben den Stand von 2007 wieder. Es faellt auf, dass sich die Erklaerungen fast nur auf persoenliche Ansichten, Meinungen und Ueberzeugungen stuetzen, deren weitere Begruendung vage bleibt.
Es bleibt zu pruefen, ob vielleicht die Schreiber des Katechismus 2012 darauf und auf weitere Fragen eine abschliessende logische und schluessige Antwort, kurz: eine theologisch ueberzeugende Antwort gefunden haben. Die Ausgangslage war "aus meiner Sicht" "gewiss besonders" kompliziert.
Wie viele Theologen haben eigentlich ueber den Wortlaut des Katechismus entschieden?
Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
GG001 hat geschrieben:Wie viele Theologen haben eigentlich ueber den Wortlaut des Katechismus entschieden?
Soweit ich weiss, nur einer: Dr. Helmut Obst, Halle adS.
GG001, danke, dass Du die vage aber hoffnungsvolle Auffassungslage nochmals zusammengefasst hast.
Mir wird eben beim Durchlesen deutlich, wie verwegen und geradezu dreist es ist, aus einer persönlichen Meinung, dem für-wahr-halten, Vermutungen etc. die Ausgrenzung Anderer herzustellen, ihnen das Heil abzusprechen, ihnen Schrumpfskramente zuzuweisen und ihnen ein nicht ganz so nahes Verhältnis zu Gott zuzuschreiben. Wie abgehoben und selbstbezogen muss man dafür sein...?
Nun bin ich fast davor, mir den Katechismus zu bestellen, um Wort für Wort... - aber vielleicht gibt es ihn schon bald ungebraucht bei ebay.

Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Hab ihn schon - 19,90 zzgl 3,50 für Bearbeitung und Versandt - für ein insgesamt etwa 530 Seiten starkes Buch einschl. einer CD.
Ob der Inhalt genauso bzw. entsprechend stark ist, wird sich herausstellen.
Liebe Grüße in die Runde
P.
Ob der Inhalt genauso bzw. entsprechend stark ist, wird sich herausstellen.
Liebe Grüße in die Runde
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Re: 04.12.2012: Katechismus der NAK wird vorgestellt
Da fällt mir wieder meine bisher unbeantwortete Frage ein, warum man dann all die Strapazen einer neuap. Mitgliedschaft überhaupt auf sich nehmen sollte?(Zumindest war es früher strapaziös) Es langt doch, wenn man im Jenseits von netten Neuapostolen missioniert wird, oder? Angeblich sind die "anderen" in irgendwelchen Gefängnissen (Säufer bei den Säufern, Diebe bei den Dieben...usw.) , dann will man ja auf alle Fälle aus dem Gefängnis und was liegt da näher, als sich missionieren zu lassen? Außerdem weiß man dann ja, dass die Neuapostolen Recht hatten. Also wird man im Jenseits schnell apostolisch und kommt in den Himmel."Nach unserem Glauben können auch in den Jenseitsbereichen noch die Sünden vergeben werden.


meint Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste
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